Eröffnungsausstellung Winter 2024 / 2025

Die Eröffnungsausstellung im Winter 2024/2025 zeigt Werke von 5 Künstler:Innen.
Alle sind bereits mit ihren Arbeiten prominent im In- und Ausland gezeigt worden und haben namhafte Preise und Stipendien gewonnen.

 

Flurina Badel

Flurina Badel (*1983, Lavin) ist Künstlerin und Autorin. Nach einer Ausbildung zur Journalistin absolvierte sie den Master of Fine Arts am Institut Art Gender Nature der HGK in Basel und studierte am Institut für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. 2019 erschien ihr erster Gedichtband «tinnitus tropic» (editionmevinapuorger, Zürich), der mit dem Schweizer Literaturpreis 2020 ausgezeichnet wurde. Sie war u.a. Stipendiatin von Wintertuin (2024) und der Fondation Jan Michalski (2023).

Gina Folly

Gina Folly (geb. 1983, Zürich) ist eine in Basel lebende Künstlerin. Ihre Praxis konzentriert sich auf die Details zeitgenössischer sozialer Organisationen und die privaten und öffentlichen Konstruktionen des Lebens von Individuen. Durch eine ironische und subtile Aneignung der Objekte, Botschaften und Situationen, die uns umgeben, enthüllt sie das poetische Potenzial und den erkenntnistheoretischen Einfluss, den diese Elemente auf unser tägliches Leben haben.

Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen gehören: CAC-la synagogue de Delme; Centre d’édition contemporaine; Genf; Kunstmuseum Basel; Tonus, Paris; Kunsthaus Baselland, Basel; Hard Hat, Genf; Ermes-Ermes, Rom und Wien; Almanac, London.

Eine Auswahl von Gruppenausstellungen umfasst: Essener Kunstverein, Essen; Sgomento Zurigo, Zürich; Fondation Fiminco, Paris; Fondation Pernod Ricard, Paris; CAC-la synagogue de Delme; Kunsthalle Basel; Kölinscher Kunstverein, Köln; Basement Roma, Rom; Kunsthaus Glarus; the Swiss Institute, New York; und Salts, Basel, unter anderem.

Val Minnig

Val Minnigs installative Werke bedienen sich einfacher, teilweise auf der Strasse gefundener Materialien, um raumgreifende Interventionen zu gestalten. Die Arbeiten erzeugen nicht nur einen Zustand der Fragilität, sondern referieren oftmals die direkte Umgebung eines Ortes. Gleichzeitig untersucht Minnig technische Konstruktionen und Strukturen, die die Spannung der Mensch-Tier-Relation zwischen Kontrolle und Faszination wiederspiegeln und zeigt auf, wie diese Einfluss auf tierisches Verhalten haben. Mittels reduzierter Formensprache und oftmals ausgehend von subjektiven Empfindungen sucht die Künstler*in nach Möglichkeiten, gewohnte Beziehungsverhältnisse aufzubrechen und andersartige Begegnungsformen aufzuführen. Val Minnig stellt gerne herkömmliche Kräfterelationen erlebbar auf den Kopf.

Val Minnig (*1991, Chur/CH) lebt und arbeitet in Zürich/CH. Den Master in Fine Arts schloss Minnig 2020 an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ab. Ausstellungen (Auswahl): Kusnt Hallte St.Gallen/CH (2020); SALTS, Birsfelden/CH (2020); Môtiers 2020 – Art en plein air, Môtiers/CH (2020); Saint Luke, Zürich/CH (Solo, 2020); Espace 3353, Genf/CH (Solo, 2020); o.T. Raum für aktuelle Kunst, Luzern/CH (2019); Haus Konstruktiv, Zürich/CH (2018); Swiss Art Awards, Kiefer Hablitzel│Göhner Kunstpreis, Basel/CH (2018 und 2016); Off Kunsthaus Glarus, Glarus/CH (2018), Museum Folkwang, Essen/ DE (2018); Helmhaus, Zürich/CH (2015); Koryo Youkobo Art Space, Tokio/JP (2015).

Jérémie Sarbach

Jérémie Sarbach (*1991, Binn) ist Künstler und Kurator. Nach der Ausbildung zum Bildhauer absolvierte er 2015 einen Bachelor of Fine Arts am Institut Art Gender Nature der HGK in Basel sowie an der Cooper Union in NYC. 2018 absolvierte er den Master of Fine Arts am Institut Art Gender Nature der HGK in Basel sowie am Institut Critical Studies der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er war u.a. Stipendiat der Fonderie Darling in Montréal (2016), der Fundaziun Nairs in Scuol (2017) und dem Kunstdepot Göschenen (2019).

Esther Schena

Esther Schena (1976) ist in Val Müstair aufgewachsen und wohnt in Zürich, wo sie als Künstlerin und als Siebdruckerin arbeitet.

Sie ist Co-Leiterin der Siebruckwerkstatt an der Zürcher Hochschule der Künste und doziert an der F+F Schule für Kunst und Design. Seit 2021 ist sie im Zentralvorstand von Visarte Schweiz tätig, dem Berufsverband der Schweizer Künstler:innen.

In ihrer Arbeit untersucht sie das Phänomen Raum nicht nur in seiner physischen Dimension, sondern auch die Spuren der Zeit, die sich an und in ihm zeigen. Bei diesem experimentellen Prozess spielt oft der Zufall eine wesentliche und gewollte Rolle, da dieser das Unvorhergesehene zum Vorschein bringt.

Die Technik des Siebdrucks verwendet sie auch in ihrem Kunstschaffen und arbeitet oft direkt mit diesem Handwerk vor Ort, wie auch bei diesem Projekt Kunst auf der Baustelle. Hier druckt sie ihr Werk auf den gelben Schaltafeln, die für den Bau ein zentrales Element sind. Der Ort, die Werkhalle, der Werkhof und das Material sind Teil ihres Kunstwerkes. In kurzer Zeit entsteht vor Ort ein Werk, das sich im Prozess aufbaut. Esther Schena verwendet einen leeren Siebdruckrahmen und wiederholt die Form des Rechtecks durch eine Aneinanderreihung von verschiedenen Farbtönen. Unebene Holzrahmen erzeugen vielfältige Strukturen, und der Zufall spielt in diesem experimentellen Prozess eine wichtige Rolle, da er Unvorhersehbares enthüllt.